Dienstag, 20. März 2012

Backpacker life in Hastings

Jaaa, es gibt mich noch. Der Grund dafuer, dass es so lange gedauert hat mal wieder einen
Blogeintrag zu schreiben, ist die schlechte Internetverbindung in dem Hostel (Eco Lodge), in
dem ich die letzten Wochen gehaust habe. Es gab zwar freies WLan, was fuer Backpacker Hostels
in Neuseeland wirklich unueblich ist, aber es war permanent so ueberfordert, dass man entweder
staendig rausgeschmissen wurde oder es war sooo langsam, dass man wirklich nur das
allernoetigste erledigt und sich anschliessend voellig fertig nach draussen in die Haengematte
verzogen hat.

Nachdem mich Daniel Mitte Februar in Hastings in der schoenen Hawke's Bay abgesetzt hat,
wohnte ich also in der Eco Lodge. Die Region Hawke's Bay ist fuer ihren Obst- und Weinanbau
bekannt, weshalb saisonal immer viele Backpacker fuer verschiedenste Arbeiten gebraucht
werden. Der Plan war so schnell wie moeglich einen Job zu finden und dieser Plan ist auch
erstaunlich gut aufgegangen. Manche Backpacker suchen zwei Wochen und finden nichts und ich
hatte zwei Tage nach meiner Ankunft einen Job auf einer Apfelplantage in der Tasche. Dort habe
ich fuer sagenhafte zwei Tage gearbeitet und Apfelbaeume gethinnt, also zu kleine, kranke oder
angefressene Aepfel von den Baeumen gepflueckt. Anschliessend haben mir ein paar Stuttgarter
Maedels aus dem Hostel einen Job bei einem Contractor besorgt, der uns auf verschiedene
Weingueter (ist das die korrekte Mehrzahl von Weingut?) geschickt hat. Da mussten dann
Arbeiten erledigt werden wie z. B. Netze um die Trauben anbringen gegen die Voegel, Thinning
(also schlechte Trauben rausschneiden), ernten usw. Das habe ich also die letzten paar Wochen
gemacht und schliesslichen letzten Freitag meinen letzten Arbeitstag angetreten. Weil er mich
endlich los war, hat mein Chef dann auch noch spontan Bier und Chips fuer die ganze Mannschaft
ausgegeben. Das gab mir schon ein bisschen zu denken...

Dank der Arbeit habe ich dann auch erstmals von meinem frisch eingerichteten neuseelaendischen
Bankkonto Gebrauch machen koennen und mit dem ein oder anderen Dollar in der Tasche fuehlt man
sich dann doch ein bisschen besser. Wenn wir nicht gerade gearbeitet haben, konnte man die
Zeit suuuper im Hostel (Haengematte, Kickern, auf der Veranda chillen etc.) oder der naeheren
Umgebung am Strand, in der Stadt oder bei einem kleinen Wasserfall verbringen. Ansonsten fanden auch immer mal wieder Veranstaltungen statt. Wir haben uns ausserdem ein Rugby-Spiel (diiiie Sportart in Neuseeland) in Napier angeschaut, aber ich muss mir vor dem naechsten Spiel erstmal die Regeln angucken ^^. Abends war es nicht selten
der Fall, dass irgendjemand spontan Lust hatte zu feiern. Spaetestens aber samstags war es
dann soweit, dass keiner mehr um die Party drum herum kam. Dem Ausmass dieser Samstagabende
nach zu urteilen, koennte das Hostel mit ziemlicher Sicherheit eine neue lukrative Geldquelle
aufmachen, indem es eine eigene Bierbrauerei oder Schnapsbrennerei eroeffnet oder gewisse
Pflaenzchen im eigenen Garten anbaut. Um Mitternacht ging es dann ueblicherweise mit 30 - 50
Backpackern auf zur naechsten Hausparty bei irgendwelchen anderen Backpackern. Solche
Hausparties gibts in Deutschland eigentlich nicht so richtig. Man kann sich aber ein gutes
Bild davon machen, wenn man Filme wie American Pie etc. gesehen hat.

Gestern habe ich nun ein Praktikum beim Department of Conservation angefangen. Mein
Arbeitsplatz liegt mitten in der Pampa und derzeit kann ich noch nicht viel machen, weil es
permanent stuermt und regnet. Ja, der Herbst hat begonnen )-;
Hastings, bzw. die Eco Lodge ist der erste Ort in Neuseeland, an dem ich fuer eine relativ
lange Zeit gewohnt habe und es faellt einem erstaunlich schwer weiterzuziehen, nachdem man so
viele nette und coole Leute kennengelernt und sich an alles gewoehnt hat. Aber leider gehoert
das zum Backpackerleben dazu. Wahrscheinlich werde ich an den Wochenenden sogar wieder in die
Lodge zurueckkommen.

Eco Lodge
Veranda
Kutschka, die Hostelkatze
Apfelplantage
Arbeitsbeginn auf dem Weingut
Lunch
Erster Samstagabend
Hash Run
In Napier
Im Van
In der Diva
Another saturday night
View vom Te Mata Peak

Maraetotara waterfalls


Kommentare:

  1. Neuseeland mal anders: Nicht nur Natur pur, sondern auch Party total (zumindest nach der Arbeit). Viel Spaß weiterhin!

    AntwortenLöschen
  2. das hört sich nach ner tollen zeit an! wünsch dir noch viel spaß und besseres wetter ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Wer arbeiten kann, kann auch feiern, oder so ^^
    In Deutschland ist das Wetter gerade super, also komm lieber bald wieder!
    Alles Gute weiterhin von Maschi + mir!

    AntwortenLöschen